Bundestagswahlen 2013

Auswertung der Bundestagswahl - Dank an Kandidatin

(Zollernalbkreis/20.10.13) Was vor gut einem Jahr mit großer Euphorie und hohen Erwartungen begann, endete für die Genossinnen und Genossen im Bundestagswahlkreis Zollernalb-Sigmaringen am frühen Wahlabend mit Ernüchterung und Erklärungsversuchen. Bereits nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zeichnete sich ab: Für Stella Kirgiane-Efremidis, die SPD-Bundestagskandidatin wird es kaum reichen. Trotz der guten Ausgangssituation mit Listenplatz 22 und einem tollen Wahlkampf, fehlten der SPD-Politikerin am Ende landesweit weniger als 1% - ihr Listenplatz kam knapp nicht zum greifen.

 

 

Dass mit Dr. Martin Rosemann im Wahlkreis Tübingen dennoch ein SPD-Bundestagsabgeordneter im SPD-Kreisverband Zollernalb gewählt wurde, tröstete natürlich ein wenig. Für den SPD-Kreisverband Zollernalb bedeutet das SPD-Ergebnis im Wahlkreis Tübingen auch, dass er über unsere Ortsvereine in Bisingen und Hechingen und die Gemeinden Burladingen, Grosselfingen, Jungingen und Rangendingen künftig mit einem Abgeordneten in Berlin vertreten sein wird, gibt es doch Überschneidungen zwischen dem SPD-Kreisverband Zollernalb und dem Bundestagswahlkreis Tübingen. Das Ziel wurde knapp verfehlt. Trotz kleiner Gewinne (+1,5%) blieb man hinter den Erwartungen. Zur Freude bestand am Wahlabend nur wenig Grund. Und doch blieb am Tag danach mehr übrig, als Zahlen und Ergebnisse. „Wir alle haben über viele Monate hinweg nicht nur eine Kandidatin unterstützt, wir haben auch eine gute Freundin gewonnen“, so der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute. Dass die Partei ihr Ziel verfehlt habe sei ebenso bedauernswert, wie die Tatsache, dass dem Wahlkreis ein zusätzlicher Abgeordneter verwehrt bleibe. „Am meisten aber bedauere ich, dass die tatkräftige Bemühungen und der bemerkenswerte Einsatz von Stella nicht belohnt wurde – wir hätten unserer Freundin diesen verdienten Erfolg gegönnt “, so der SPD-Kreisvorsitzende. Sie sei den gesamten Wahlkampf über nah bei den Menschen und ihren Anliegen gewesen, habe stets ein offenes Ohr gehabt und habe der Partei eine freundliche Stimme und ein hübsches Gesicht verliehen. Dass Stella Kirgiane-Efremidis auch bei den Erststimmen zugelegt habe (+1,1%) zeige, dass sie von den Menschen angenommen wurde. „Die Entscheidung, mit ihr in den Wahlkampf zu ziehen war gut und richtig“, so Maute. Gegen den Bundestrend und die politische Stimmung im ganzen Land konnte man allerdings nicht ankämpfen. Wenngleich man davon überzeugt war, bessere politische Konzepte zu haben, als die konkurrierenden Parteien, kam man mit eigenen Inhalten nicht durch und fand nur selten Gelegenheit, SPD-Politik zu erklären. „Merkel überstrahlte auch bei uns vor Ort alles und jeden“. Man habe gemeinsam gekämpft und sei als Einheit wahrgenommen worden – mehr als ein Achtungserfolg sei nicht drin gewesen. „Vieles davon erscheint uns mit etwas Abstand weitaus wichtiger als das Wahlergebnis selbst, denn unsere Gemeinschaft und die Werte die uns als Partei tragen, bestehen über den Wahltag hinaus und begründet sich nicht nur in Zahlen und Mandaten“, weiß Maute diesen Wahlkampf einzuschätzen.

 

Dass der SPD-Kreisverband Zollernalb über Dr. Martin Rosemann im Bundestag vertreten und einen direkten Draht nach Berlin haben wird, ist ein glücklicher Trost. „Das hilft uns sehr für unsere Arbeit vor Ort und auch der Zollernalbkreis wird von diesem Umstand sicher profitieren“ richtet Maute den Blick in die Zukunft.

Für die Bundespartei sei der Wahlkampf noch nicht abgeschlossen, so Maute. „Die Frage, ob und ggf. in welcher Koalition die SPD eine Regierungsbeteiligung eingehen wird, kann uns allen noch viel Phantasie abverlangen“ befindet der SPD-Kreisvorsitzende. Wichtig sei, dass möglichst viel SPD-Politik dabei herauskommt. „Dafür haben wir auch vor Ort gekämpft“, so Maute. Klar ist für den SPD-Kreisverband Zollernalb aber auch, dass die SPD-Mitglieder in solch eine Entscheidung eingebunden gehören und befragt werden müssen. Somit wird sich der Abschluss des Wahlkampfs noch etwas herauszögern – die Genossinnen und genossen aus dem Zollernalbkreis werden die Geschehnisse aus der Ferne verfolgen und sich bei Bedarf aktiv einbringen.

Bundestagswahlkampf erreicht "heiße Phase"

(Zollernalbkreis/ 02.08.2013) Für die SPD im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen dauert der Bundestagswahlkampf bereits seit Herbst 2012 an - dem Zeitpunkt, da wir mit Stella Kirgiane-Efremidis unsere Kandidatin gefunden haben. Seit fast einem Jahr also sind Genossinnen und Genossen mit ihr in der Region unterwegs - ein zugegeben besonders langer Vor-Wahlkmapf.

 

Für eine Kandidatin wie Stella Kirgiane-Efremidis, die nicht aus dem Wahlkreis selber stammt, ist es wichtig, einen längeren Vorlauf zu haben, um sich in die Themen einzuarbeiten, die Region kennen zu lernen und bei den Menschen vor Ort anzukommen. Das ist uns gelungen. Unzählige Termine wurden wahrgenommen, viele gute Gesprche geführt und eine Vielzahl von politischen Veranstastaltungen durchgeführt. Und nun, keine zwei Monate vor dem Wahltermin am 22. September können wir sagen: die heiße Wahlkmapfphase ist erreicht.

 

Unter www.kirgiane-efremidis.de ist der Wahlkampf, den ich als Wahlkampfleiter mit organisiere und für den ich verantwortlich zeichne, zu verfolgen. Schaut rein und laßt euch anstecken: von einer tollen Kandidatin und einem super Programm.

 

SPD Zollernalb erlebt Höhenflug auf dem Landesparteitag der Südwest-Genossen

SPD-Kreisvorsitzender Maute (re.) mit den beiden Bundestagskandidaten des SPD-Kreisverbands Zollernalb

(Heilbronn/02.03.2013) Was sich bei den anstehenden Bundestagswahlen am 22. September ereignen könnte, hat für den SPD-Kreisverband Zollernalb eine historische Dimension. Mit Martin Rosemann im Wahlkreis Tübingen und Stella Kirgiane-Efremidis im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, kämpfen die Genossen mit hervorragenden Aussichten an zwei unterschiedlichen Regionen für ein Bundestagsmandat. Der SPD-Kreisverband Zollernalb könnte damit ab Herbst zwei Bundestagsabgeordnete nach Berlin entsenden.

 

Der SPD Kreisverband Zollernalb erstreckt sich sowohl in den Wahlkreis Tübingen als auch über den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. Während Bisingen, Burladingen, Grosselfingen, Hechingen, Jungingen dem Wahlkreis Tübingen angehören, zählen die restlichen Städte und Gemeinden aus dem Zollernalbkreis zum Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. Ihnen allen gemein ist, dass sie dem SPD-Kreisverband Zollernalb angehören. „Und damit haben wir doppelten Grund zur Freude“, so Alexander Maute, Vorsitzender im SPD Kreisverband Zollernalb. Denn auf dem Landesparteitag der Südwest-SPD in Heilbronn, erhielten am Wochenende sowohl der SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Tübingen, Martin Rosemann, mit Listenplatz 17 und Stella Kirgiane-Efremidis für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen mit Listenplatz 22, erfolgsversprechende Platzierungen auf der parteiinternen Landesliste.

 

„Das ist eine ausgezeichnete Ausgangslage, die alle in der Partei mobilisieren wird, für ein gutes Ergebnis zu kämpfen“, ist Alexander Maute überzeugt. Die offizielle Sprachregelung des SPD-Landesvorstandes ist, dass 22 Mandate bei der anstehenden Bundestagswahl für die SPD in Baden-Württemberg zum Zuge kommen. „Damit wären wir mit beiden Kandidaten abgesichert, so sich diese Annahme bestätigt“, stellt der Kreisvorsitzende aus Balingen nüchtern fest.

„Natürlich wird es darauf ankommen, ein gutes Wahlergebnis sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene zu erzielen“, weiß Maute, „damit auch 22 Listenplätze zum Tragen kommen“. Dafür nötig ist in Baden-Württemberg für die SPD ein Ergebnis um die 25 Prozent und auf Bundesebene um die 30 Prozent.

 

Dies sei zu schaffen und ein Erfolg in greifbarer Nähe, wobei Martin Rosemann in Tübingen mit seiner Listenplatzierung sicherlich eine günstigere Ausgangslage hat und auch bei einem weniger guten Wahlergebnis den Sprung in den Bundestag schaffen könnte. „Gleichwohl kämpfen alle Genossinnen und Genossen meines Kreisverbandes für den Erfolg und setzen auf Sieg“, so die Order von Alexander Maute. Erst vor gut einem Jahr hat der 37jährige Familienvater aus Balingen den Vorsitz der SPD Zollernalb übernommen; nun steht er kurz vor dem größten Erfolg des Kreisverbands auf Bundesebene. „Dies ist das Ergebnis einer guten Arbeit Vieler, allen voran der Kandidaten selbst aber eben auch der Mitglieder im Ehrenamt, die so einen Erfolg immer auch mit verantworten“. Und so hofft der SPD-Kreisverband, am 22. September mit einem Doppelsieg, ein kleines Stück Parteigeschichte zu schreiben.



Listenplatz 22 für Stella Kirgiane-Efremidis

Auch der SPD-Landesvorsitzende drückt die Daumen

(Heilbronn/02.03.2013) Auf dem Landesparteitag der SPD-Baden-Württemberg, der am Samstag in der Festhalle Harmonie in Heilbronn tagte, hat Stella Kirgiane-Efremidis, die SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, einen großen Schritt in Richtung Bundestagsmandat vollziehen können. Mit Listenplatz 22 hat sie für die SPD vor Ort nicht nur den besten Listenplatz seit weit über zwei Jahrzehnten erringen können: Sie liegt damit noch innerhalb der Marke, die der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid MdL und sein Landesvorstand als „sichere Plätze“ für die Bundestagswahl im Herbst ausgegeben hat.

 

Auch wählte der Landesparteitag Gernot Erler MdB mit 97,7 Prozent auf Platz 1 der Landesliste. Ihm steht Generalsekretärin Katja Mast MdB zur Seite, die 85,4 Prozent der 320 Delegierten für sich gewinnen konnte. Zuvor hatte der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid MdL die SPD auf den anstehenden Bundestagswahlkampf eingestimmt. Die „schlechteste Bundesregierung aller Zeiten“, so sein Fazit, müsse bei der Bundestagswahl im Herbst endlich verabschiedet werden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der als Gastredner beim Landesparteitag der Südwest-SPD in Heilbronn erschienen war, betonte, die Chancen für einen Wechsel stünden gut. „Seit 1280 Tagen ist keine schwarz-gelbe Regierung mehr ins Amt gewählt oder bestätigt worden“; daraus müsse man ableiten, dass Merkel mit ihre Politik gegen die Mehrheit der Bürger regiere.

 

Man muss viele Jahre zurückblicken, bis man für einen SPD-Bundestagskandidaten im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen einen solch guten parteiinternen Listenplatz für eine anstehende Bundestagswahl finden wird – wahrscheinlich bis zu Zeiten von Andreas von Bülow, der von 1969 bis 1994 als Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD die Interessen des Wahlkreises vertrat. Umso größer war die Freude bei Stella Kirgiane-Efremidis und der angereisten Delegation aus dem SPD-Kreisverband Zollernalb, mit solch einem guten Ergebnis in den Wahlkampf ziehen zu können.

 

„Es hat sich bewahrheitet, dass wir mit dieser Personalentscheidung richtig lagen und uns für eine Kandidatin entschieden haben, die nun aussichtsreich für ein Mandat kämpft“ so der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, der zu den ersten Gratulanten gehörte. In der Tat kann dieser Erfolg nicht hoch genug bewertet werde. „Zunächst muss man sehen, dass die bereits amtierenden SPD-Bundestagskandidaten aus Baden-Württemberg die ersten 15 Listenplätze belegt hatten“, weiß Maute zu berichten. Somit war das Feld für Kandidaten ohne Bundestagsmandat erst danach geöffnet. „Berücksichtigt man auch, dass unser Wahlkreis im kleinsten SPD-Bezirk Süd-Württemberg liegt und somit am wenigsten Delegierte stellt, wird klar, wie schwierig es ist, sich gegen die Kandidaten der großen Bezirke wie Nord-Baden oder Nord-Württemberg zu behaupten“. Bis Listenplatz 20 machten diese alle weiteren Kandidaturen unter sich aus: „Da war einfach kein Vorbeikommen und ein Angriff auf vordere Plätze sinnlos.“, so Maute. Und auch Listeplatz 22 wäre für eine Kandidatur aus Süd-Württemberg und hierbei aus dem Zollernalbkreis alles andere als sicher: „Ein anderer Bewerber aus unserem Wahlkreis wäre sicherlich weder vom SPD-Landesvorstand für diesen Listenplatz vorgeschlagen worden, noch hätte er ihn gegen Kampfkandidaturen anderer Bewerber sicher verteidigen können“, ist Delegationsmitglied Manuel Schmoll, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Haigerloch überzeugt. Anders bei Stella Kirgiane-Efremidis. Dies verdeutlichen eindrucksvoll auch die 89.6 Prozent der Delegiertenstimmen, die auf sie entfielen. „Dieses Ergebnis ist eine ausgezeichnete Grundlage für einen engagierten Wahlkampf, der für uns Sozialdemokraten eine echte Machtoption in sich birgt, wie sie im Zollernalbkreis schon lange nicht mehr bestand“, weiß Maute, der zugleich die Wahlkampfleitung der Bundstagskandidatin inne hat, diese Listenplatzierung zu werten. „Klar müssen wir bei den Umfragen noch etwas zulegen und ein gutes Wahlergebnis hinlegen“, mahnt Sanel Dacic, der Vorsitzende der Juso-AG Balingen an. Aber dafür würden die Genossen vor Ort sicher sorgen, weiß Dacic. „Gerade weil wir ganz nah dran sind und sich keiner diese Chance nehmen lassen wird“, so der Vorsitzende der Juso-AG weiter.

 

In der Tat benötigen die Genossen auf Landesebene ein Ergebnis um die 25 Prozent und auf Bundesebene eines um die 30 Prozent, damit der Listenplatz 22 zum greifen kommt. „Das sind keine Ergebnisse, die wir nicht erreichen können“, stellt auch Stella Kirgiane-Efremidis selbstbewusst fest. Es gelte nun die eigenen Mitglieder zu motivieren und auch Nichtwähler mit einem guten Wahlprogramm zu überzeugen. „Und dann“, so die Kandidatin „wird es am 22. September mit dem 22. Listenplatz reichen“. Hinzu kommt das geänderte Wahlrecht, dass den Genossen in Baden-Württemberg das eine oder andere Ausgleichsmandat bescheren könnte. „Und warum soll es dann am Ende nicht reichen? Letztlich liegt es an uns, was wir in den kommenden Monaten aus dieser guten Ausgangslage machen“, stellt Alexander Maute zufrieden fest.



"Ich will das Ding gewinnen"

Der SPD-Kanzlerkandidat im Gespräch mit Genossen im Willy-Brandt-Haus

(Berlin/24.02.2013) Aus ganz Deutschland waren die SPD-Vorsitzenden der Unterbezirke und Kreisverbände angereist, um am 24. Februar gemeinsam mit dem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück im Willy-Brandt-Haus in Berlin den anstehenden Bundestagswahlkampf abzustimmen. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute war unter den Genossinnen und Genossen um seinen Kreisverband Zollernalb zu vertreten. Aber auch in der Funktion als Wahlkampfmanager von Stella Kirgiane-Efremidis, der SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, war er in Berlin unterwegs um wichtige Informationen zu gewinnen und interessante Gespräche zu führen.

 

Mit einer bemerkenswerten Rede eröffnete der Spitzenkandidat der SPD, Peer Steinbrück, den Vormittag und kam gleich zu Beginn seiner Ausführungen zu einer wesentlichen Erkenntnis: „Achtet nicht nur auf die Umfragen dieser Tage, sondern nehmt auch die Wahlergebnisse der letzten Monate zur Kenntnis“, riet er allen Anwesenden. In keiner der letzten zwölf Landtagswahlen wurde eine schwarz-gelbe Koalition bestätigt. Eine reale Machtoption sei damit gegeben, wenn auch knapp, so doch in Reichweite. Es sei spürbar, dass die CDU nervös werde, so seine Wahrnehmung. Dies sei daraus ersichtlich, dass man in der CDU ureigene Themen der SPD reaktiviert, wie etwa das Thema Mindestlohn oder eben einer Lohnuntergrenze, wie es bei der CDU heiße. Bemerkenswert sei auch, dass Merkel erst vor wenigen Tagen ein neues Rentenpapier in Aussicht gestellt habe: „Donnerwetter, die sind seit dreieinhalb Jahren an der Regierung und nun wollen sie in sechs Monaten ein neues Rentenkonzept vorlegen“. So ein Verhalten sei nicht glaubwürdig. Reiner Etikettenschwindel sei es, wenn die CDU versuche, Themenfelder der SPD abzuräumen, von denen sie wisse, dass man damit der Gesellschaft näher ist und die Bedürfnisse der Bürger besser treffe. Solch ein Opportunismus gehöre bestraft. „Das darf nicht sein und das muss man dem Wähler darstellen“, so Steinbrück.

 

Diese Bundestagswahl, davon ist der SPD-Spitzenkandidat überzeugt, entscheide sich über rein gesellschaftliche Themen, die ganz nah an dem Lebensbereich der Menschen angesiedelt sind. „Da geht es um die Frage fairer Löhne, den Zugang zu besserer Bildung für alle, um ein gerechtes Steuersystem, aber auch die Gleichberechtigung von Frau und Mann und der Frage, wie man Mini-Jobs und Zeitarbeit sinnvoll begrenzt“. Über allem gelte es, dass gesellschaftliche Bild des 21. Jahrhunderts wahrzunehmen – das veraltete Gesellschaftsbild der CDU stamme aus den späten 50er Jahren und sei nicht geeignet, unser Land in eine sichere Zukunft zu führen.

 

Klar sei für ihn auch, dass zwei Themenfelder wesentlich für diese Zukunft in unserem Lande seien, die unter allen Parteien nur die SPD gleichermaßen im Auge hat: „Zu begreifen, dass soziale Gerechtigkeit auf der einen Seite und die Wirtschaft- und Finanzpolitik auf der anderen Seite zusammengehören, dieses Verständnis belegen nur wir in der SPD“. Steinbrück forderte die Anwesenden Wahlkämpfer auf, die „industrielle Wertschöpfungskette“ als etwas elementar Wichtiges zu begreifen, wenn es darum gehen soll, den Staat in eine Lage zu versetzen, auch eine vernünftige Sozialpolitik umsetzen zu können. „Vergesst mir also nicht den Mittelstand“ so sein Appell an alle.

 

Das Erfolgsrezept für den 22. September brachte der Kanzlerkandidat mit einem Begriff klar zum Ausdruck: „Mobilisierung“ sei das Zauberwort auf das es ankomme, wolle man die anstehende Bundestagswahl gewinnen. Es werde darum gehen, verlorene SPD-Wähler zurück zu gewinnen, wie auch die Nichtwähler zur Partei heranzuführen. Und selbst die eigenen Mitglieder und Stammwähler sollten deutlich angesprochen und aufgefordert werden, ihre Partei zu unterstützen: „Nur wenn alle mitmachen, kann es gelingen – ich zumindest will das Ding gewinnen und hoffe auf eure Unterstützung“, so seine gleichfalls unmissverständliche Bitte an die Genossinnen und Genossen.



SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel besucht Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen

(Wahlkreis 295/05.02.2013) Sie nahm es gelassen, die SPD-Bundestags-kandidatin für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, Stella Kirgiane-Efremidis, dass der Gast aus Berlin präsenter im Mittelpunkt der Betrachter stand und das öffentliche Interesse stärker auf sich zog, als sie selbst: Immerhin hatte es Kirgiane-Efremidis mit Sigmar Gabriel MdB zu tun; der SPD-Vorsitzende war am Dienstag eigens nach Sigmaringen ins Landeshaus angereist, um für die Genossin vor Ort zu werben und sich für sie und ihre Kandidatur stark zu machen. Ein Sieg nach Punkten wurde es dann für beide: Gemeinsam gelang es, die gut 100 anwesenden Gäste mit politischen Positionen zu überzeugen und ihren „Weg für Deutschland“, wie der Titel der Veranstaltung zugleich lautete, überzeugend vorzutragen.

 

„Sigmar in Sigmaringen – das ist, als wären wir füreinander geschaffen“, begrüßte zunächst Susanne Fuchs, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sigmaringen, im historischen Saal des einstigen hohenzollerischen Ständehauses den Gast aus Berlin. Sie sollte Recht behalten. Zunächst aber stellte Kirgiane-Efremidis ihr Wahlprogramm vor, das sich an den Bedürfnissen der Regionen Zollernalb und Sigmaringen orientiert: Vor allem familien- und sozialpolitische Themen stehen hier im Mittelpunkt. Das von der Merkel-Regierung eingeführte Betreuungsgeld etwa, kritisierte die SPD-Kandidatin scharf und riet, die aufgewanden Mittel sinnvoller Weise an die Kommunen weiter zu reichen. Auch eine bessere Infrastruktur in der Verkehrspolitik ist ihr ein dringliches Anliegen, ebenso setzt sie sich im Gesundheitswesen für eine Intensivierung der Bemühungen ein, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen. Auch mit der Bundeswehrreform zeigte sich Kirgiane-Efremidis nicht einverstanden - die Konversion sei zum „ganz großen Unwort“ geworden. Kurzum: „Die Bürger müssen sich auf die Bundesregierung verlassen können, nicht sich verlassen fühlen“, sagte die Kandidatin.

 

Ähnlich sah es Sigmar Gabriel in Hinblick auf die Erwartungen der Bevölkerung: „Wir müssen im Wahlkampf die Wahrheit sagen und ihnen nichts versprechen, was wir nicht halten können.". Gabriel kritisierte die hohe Anzahl befristeter Arbeitsverhältnisse und die Ausnutzung von Zeitarbeitsverträgen, die neben schlecht bezahlten Jobs etwa im Pflege- und Gesundheitswesen die Schere von Armut und Reichtum zusehends stärker auseinanderklaffen lasse. „Wenn junge Menschen keinen sicheren Job haben, wie sollen sie da Familien gründen und Kinder in die Welt setzen?", fragte sich der Gast aus Berlin. Man müsse mehr Geld für Bildung ausgeben – könne dies aber nicht mit Steuersenkungen finanzieren. Überhaupt müsse stärker über die Streichung von Steuerprivilegien gesprochen werden und sinnlose Subventionen gestrichen werden: „Warum Katzenfutter nur mit dem halben, Babynahrung aber mit dem vollen Mehrwertsteuersatz besteuert wird, kann mir bis heute keiner erklären", so Gabriel. Auch forderte der SPD-Vorsitzende eine Regulierung der Finanzmärkte; hier müsse der Schutz kleinerer Anleger gesichert werden. Über alle Themenfelder in der Politik hinweg müsse die SPD „über den Lebensalltag der Menschen reden" und vom Kleinen zum Großen denken. Hier habe die Merkel-Regierung klar versagt.

 

Dass es nicht nur beim Reden bleiben soll, sondern auch gehandelt werden soll, dafür möchte künftig Stella Kirgiane-Efremidis sorgen. „Ich werde im Wahlkampf deutlich aufzeigen, wo die Unterschiede zu den anderen Parteien liegen, und der Bevölkerung klar machen, dass ich bereit bin, für diese Unterschiede zu kämpfen". Nicht nur die zum Teil weit angereisten Gäste waren nach gut einer Stunde vom SPD-Vorsitzenden und der SPD-Kandidatin überzeugt; auch gestandene Parteisoldaten hatten viel an Motivation mitgenommen. „Wir haben einmal mehr gute Gründe erfahren, warum ein Regierungswechsel am 22. September dringend nötig ist – nun müssen wir darüber auch mit der Bevölkerung reden", so der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute aus Balingen, der auch die Wahlkampfleitung der SPD-Bundestagskandidatin übernommen hat und mit dem gelungenen Wahlkampfauftakt sehr zufrieden war.






Steinbrück ist SPD-Kanzlerkandidat

(Berlin/09.12.2012) Der Wahlkampf kann beginnen: Mit 93,5% der angegebenen Delegiertenstimmen ist Peer Steinbrück auf dem SPD-Parteitag in Hannover nun auch offiziell zum SPD-Kanzlerkandidaten gewählt worden. Ein anderer Stil, eine andere Politik: Haltung, Werte und Mut – Klartext für konkrete Ziele. In seiner Bewerbungsrede unterstreicht Peer Steinbrück den Kontrast zu Union und FDP. Damit will er Wahlkampf machen, Menschen überzeugen – und die Genossinnen und Genossen im Zollernalbkreis werden folgen. Allen voran: Stella Kirgiane-Efremidis, die SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 295 Zollernalb Sigmaringen.

 

Der Start in den Wahlkampf: Auf der Bühne des SPD-Parteitags in Hannover der Mann, der Schwarz-Gelb in die Opposition schicken will. Der „einen ganzen Regierungswechsel“ will, keinen halben. Rot-Grün, so die Botschaft seiner 60-minütigen Rede in Hannover, kann es besser. Schwarz-Gelb sei gescheitert: Inhaltlich vor allem, aber es geht Steinbrück auch um den Politikstil. Orientierungslosigkeit wirft er der Merkel-Regierung vor. Die Kanzlerin habe keine Ziele. Schwarz-Gelb lasse sich treiben von Klientelinteressen, von kurzfristigen Stimmungen und verschweige zu oft die Wahrheit, die die Menschen wissen wollen. Und auf die sie einen Anspruch haben, so Steinbrück. Kein Zweifel: Der Mann will Kanzler werden – und er weiß, wofür.  Die über 600 Delegierten hat er dabei voll auf seiner Seite. Immer wieder muss Steinbrück innehalten, die Rede wird unterbrochen durch starken Beifall. Besonders, wenn er leidenschaftlich gerechte Löhne fordert: Für die Millionen, die immer noch zu Billiglöhnen arbeiten müssen. Für Leih- und Zeitarbeiter, die sich nicht selten mit 40 Prozent weniger Geld zufrieden geben müssen als ihre festangestellten Kolleginnen und Kollegen. Und vor allem auch für Frauen. Durchschnittlich verdienen sie nämlich 22 Prozent weniger als Männer.

 

Begeisterung erntet Steinbrück auch, als er die Tendenz zu Parallelgesellschaften kritisiert, die sich abkoppeln von der Gesamtgesellschaft. Eine oben und eine unten: „Unten fühlen sich viele ausgegrenzt, ausgeschlossen von der Wohlstandsentwicklung und dem öffentlich Leben.“ Und oben? Dort gebe es inzwischen eine Schicht: Reiche, „die es sich in ihrer eigenen Wirklichkeit bequem macht“. Die sich Bildung für ihre Kinder privat kaufen können, Sicherheit, Mobilität oder Kultur. Und die darum kein Interesse mehr an den Leistungen des Staates habe. Immer wieder stellt er auch den Bezug zu seinem eigenen Leben her: Der Wunsch  nach eigener Berufstätigkeit. Die Auseinandersetzung seiner Großväter mit der Nazi-Diktatur, seine eigene Studentenzeit. Seine Faszination für Willder Muttery Brandt, die ihn zur SPD gebracht hat. Gerechtigkeit, das wird immer wieder deutlich, ist das zentrale Thema des Mannes, der die SPD in den Wahlkampf führen will. Denn: „Etwas gerät aus dem Lot in unserem Land“ – was viele denken, weiß auch Steinbrück. Und damit will er sich nicht abfinden. Sondern eine Politik durchsetzen mit klarer Richtung: „Der Mensch im Mittelpunkt“. Oder, wie er es auch formuliert: „Mehr Wir und weniger Ich.“

 

Steinbrück tritt an, um der Politik in Deutschland eine andere Richtung zu geben. Es geht ihm vor allem auch um die Haltung. Eine Politik, die den Bürgerinnen und Bürgern nichts vormacht. Eine Politik, die von Werten geleitet ist. Die klare Ziele hat und den Mut, dafür Weichen zu stellen. Auch bei Gegenwind. „Sagen, was man denkt, tun was man sagt“ – das ist sein Motto. Und deshalb will er die ganze Regierung ablösen: Schwarz und Gelb. Politik – nicht nur besser, sondern anders. Gemeinsam mit den Grünen. Für diesen Wechsel will er kämpfen. Und dafür stellt er sich zur Wahl. Die über 600 Delegierten hat er dabei klar hinter sich: Minutenlanger Beifall bestätigte ihn. Das Ergebnis ist ein überzeugendes Votum: 93,5% der Stimmen entfallen auf Steinbrück.



Stella Kirgiane-Efremidis als SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen nominiert

(05.10.12/Zollernalbkreis) Der Wahlkreis 295 Zollernalb-Sigmaringen hat seit dem 05. Oktober eine offizielle Bundestagskandidatin: Stella Kirgiane-Efremidis, die 46- jährigen Stadt- und Kreisrätin aus Weinheim, die zudem dem SPD- Ortsverein in ihrer Heimatstadt vorsteht und dem SPD- Landesvorstand angehört, hat auf der Nominierungskonferenz in Stetten a.k.M. 49 von 50 abgegebenen Stimmen (bei einer Erhaltung) erhalten.


„Ich bin sehr erfreut, dass unsere Wunschkandidatin auch die Mitglieder derart überzeugt hat und wir nun alle gemeinsam gestärkt in den Wahlkampf ziehen können“, so Alexander Maute, SPD-Kreisvorsitzender aus dem Zollernalbkreis über die getroffene Personalentscheidung, die er gemeinsam mit Stephan Binsch, dem SPD-Kreisvorsitzenden aus Sigmaringen vor sechs Monaten in die Wege geleitet hatte.

 

Nachdem sich vor Ort keine Interessenten finden ließen, hatten die beiden Kreisvorsitzenden nach Bewerber auch außerhalb des Wahlkreises Ausschau gehalten und sind so auf Stella Kirgiane-Efremidis aufmerksam geworden. Maute erinnert sich, „dass Stella auch Anfragen aus anderen Wahlkreisen hatte“. Letztlich entschied sie sich aber für den Wahlkreis 295, weil sie als junges Mädchen einige Jahre in Sigmaringen gelebt hatte und eine emotionale Bindung verspürte, der sie gerecht werden wollte.

„Unsere Kandidatin“, so Maute, „ ist nicht nur Kompetent, erfahren und engagiert – sie ist auch durch und durch an den Menschen interessiert und vor allem bereit, sich für deren Belange einzusetzen und sich für besser Lebensbedingungen stark zu machen“.

 

Bereits am Morgen nach ihrer Nominierung unterstützte sie die Balinger JUSOS bei einer Aktion auf dem Marktstand der Kreisstadt. „Mehr muss man zu ihre Einsatzbereitschaft wohl nicht sagen“, zeigt sich Maute überzeugt, dass die noch auswärtige Kandidatin schnell die Achtung aber auch die Herzen der Bürgerinnen und Bürger gewinnen wird. „Und wenn Stella erstmal eine Wohnung im Wahlkreis gefunden hat und ihr Wahlkampfbüro vor Ort eingerichtet hat, wird man sie täglich vor Ort erleben“. Und dann soll es mit dem Wahlkampf losgehen. Hierbei setzten die Genossen auf Sieg, so Maute, „und zwar nicht nur, weil wir die besseren Antworten geben, sondern auch die bessere Kandidatin haben“.